Immer wenn wir in der Welt jenseits unserer ICHAbgrenzung ein Objekt der Begierde ausgemacht haben, dann erkennen wir eigentlich nur die „offensichtliche“ Fassade, dessen wir unbewussterweise bedürfen. Wenn ich also innerhalb meiner analogen Denk- und Herangehensweise einen „kleinen Hunger zwischendurch“ verspüre, dann macht sich sinnbildlich mein innerer Mond automatisch auf die Suche nach etwas, welches meine innere Schieflage zwischen Soll (gefühlter Mangel) und Haben (erhoffte Fülle) wieder aufheben soll.

Damit sich nun die erhoffte, die von unserem EGO gewünschte Fülle einstellen kann, muss ich mich zum einen auf die Suche nach dem machen, dem was ich also für geeignet halte, den in mir herrschende Mangel, das gefühlte Minus, das Zuwenig von ETWAS wieder aufzulösen, sodass ich mich innerlich gesättigt fühle und zum andern muss das Gesichtete zu meinem inneren Idealbild-Konzept passen, andernfalls muss ich das äusserlich Sichtbare gänzlich und Kopf schüttelnd ablehnen.

Dieses notwendigerweise vorgängige Idealisieren des scheinbar Passenden hat den lebenserhaltenden Vorteil, dass unser EGO, also ich bzw Du, fast mit seiltänzerischer Sicherheit „weiss“, dass ein Ziel, welches meinem inneren Wunschbild scheinbar entspricht, mir gut tun wird.

Die Fragen, die sich irgendwann in unserem Leben schweisstreibend einstellen werden, sind die Folgenden: Wie komme ich zu dem idealisierten Wunschbild, von dem ich überzeugt bin, dass ein Erreichen dieses Zieles mich glücklich machen wird und wie entsteht ein Bild in meinem „Kopf”, von dem ich glaube, dass es mir gut tun, im Sinne von heilen, wird?

Diese beiden Fragen sind eigentlich sehr einfach zu beantworten, denn die Antwort lautet: „Ich weiss es nicht”. Nicht, dass ich die Antwort nicht weiss, sondern der Mensch als ein in sich selbst geteiltes Individuum kann diese Antwort gar nicht abschliessend beantworten, da seine Antwort keinerlei ganzheitliche Nachhaltigkeit in sich trägt, denn wir alle sind in Wahrheit innerlich hohl und leer.

Alle aus unserer inneren Mangel/Wunsch-Bedürftigkeit in unser Bewusstsein hoch schiessenden möglichen Antworten bezüglich unserer Heil-Werdung, resultieren immer aus den für unser EGO unbewussten evolutions, soziokulturell und religiös bedingten Verhaltensvorgaben von „Gut” (Überleben) und „Böse” (Sterben), also vom jeweils gültigen Blickwinkel des „tue dies und lasse jenes”-Konzeptes der Gesellschaft, in die wir hineingeboren wurden, und können in letzter Sinn suchender Konsequenz zugleich auch keine Antwort der Ganzheitlichkeit liefern, da alle jemals ausgesprochenen Antworten aus den verängstigten Tiefen des zum Verurteilen verdammten Bewusstseins des Menschen stammen.

Der Mensch war und ist noch immer im Rahmen seines Überlebenswillens gezwungen, ein strategisches Modell von „passt” und „passt nicht” zu entwickeln, welches ihn schon heute optimal auf die Gegebenheiten seines künftigen morgigen SEINs einstellen kann, damit er so unbeschadet wie möglich seinen Weg von „Hier” nach „Da” weiter-gehen kann.

Was in den Anfängen unserer auf Idealisierung des Augenblickes bedachten Überlebensstrategie noch ein zaghafter, ein hoffnungsvoll glaubender Blick in den Himmel gewesen war, um die im Himmel möglicherweise seienden Götter, welche von den Menschen immer ein ritualisiertes „Opfer” verlangen werden, um die unsichtbaren Mächte gnädig zu stimmen, mauserte sich im Laufe unserer Entwicklung zu einem gewaltigen Fundus, einem scheinbar erprobten Schatz des Überlebens, der den Menschen von einem hoffnungsvoll Glaubenden zu einem hoffnungslos Wissenden mutieren lies, dem nichts mehr heilig zu sein scheint, ausser vielleicht den beiden Begriffen wie Profit (Das Quäntchen mehr an HABEN) und Wachstum (Das grenzenlose Wuchern unseres „Mein Wille geschehe”) die wir als mögliche Garanten für die Sicherheit unseres Überlebens in den Himmel unseres halbherzigen Bewusstseins erhoben haben.

Egal, wie unsere individuelle Idealisierung von „Gut” und „Böse” auch immer aussehen mag, nach welchem einteilenden Muster sie funktioniert, eines haben alle diese Verhaltensvorgaben gemeinsam, sie müssen uns heute schon ein Bild suggerieren können, dem wir auch morgen noch vertrauensvoll, im Sinne von blindlings, unser geborenes dem NICHTICH Vertrauen-Müssen schenken dürfen.

Weil uns die hinter dem Bild befindlichen Erkenntnisse des Gestern, bis heute noch nicht unser geliebtes Leben gekostet hat, können diese in der Vergangenheit „bewährten“ Bilder durchaus als Garanten für den Schritt ins morgige Dasein betrachtet und herangezogen werden.

Doch was wollen wir im morgigen Dasein überhaupt finden?

Ich denke, es wird die in sich selbst ruhende, matriarchal weibliche Sicherheit einfach nur SEIN-zu-Dürfen, sein, die wir anlässlich unserer Geburt ins Licht verloren haben und mit jedem Schritt, der uns von dem unsicheren Ort unseres nun mehr mangelhaften Hiersein wegführen wird, wieder finden wollen. Unbewussterweise sind wir gezwungen, uns auf die Welt jenseits unseres ICHInnenkreises verlassen zu müssen, da wir nur durch diese und dank dieser Welt die Sicherheit Überleben-zu-Dürfen in uns Selbst finden können.

Wir sind allesamt, jeder Einzelne von uns, seit unserem ersten herzzerreissenden Schrei und unserem ersten reflexartigen Atemzug auf die von aussen kommende, uns stillende Mutterbrust angewiesen sind. Eine unumstössliche Wahrheit bezüglich unserer 100%'igen Abhängigkeit von der Welt unseres eigenen NICHTICHs, die wir annehmen können oder nicht.

Es geht also darum die Mutter, die uns ihre nährende Brust reichen will, von der wir uns unser Überleben erhoffen, da in dieser angeblich der Saft des Lebens fliesst, in ihrer potentiellen Bedrohung für unser Fortbestehen vor unserem ersten Zusammentreffen wahrzunehmen, um diese vor der konkreten Begegnung dingfest machen zu können, damit der sprichwörtliche Schuss für unser, nach Liebe, Anerkennung, Zuneigung, Wärme, Nahrung, Geborgenheit, Schutz, Selbstwert und vieles, vieles mehr ringende EGO, nicht nach hinten geht.

Dazu müssten wir jedoch im Vorfeld einen erkennenden Blick hinter die jovianische Fassade unserer „virtuellen Mutter“ werfen können, um das Geheimnis ihrer wahren Motive lüften zu können, was uns aber kaum möglich sein wird, denn wir bleiben meist an der idealisierten Hülle unseres Gegenübers kleben und können uns erst im Nachhinein ein Bild darüber machen, was möglicherweise gerade zwischen Dir und Mir, also zwischen ICH und NICHTICH abgelaufen ist.

Saturnia ist genau dieses verborgene, unsichtbare weibliche Motiv hinter der jovianisch-männlichen Maskerade, welches wir durch den fühl- und erklärbaren Bezug der scheinbaren Gegensätze erkennen wollen, denn darin finden wir die Antwort auf die Frage, wonach es uns wahrhaft dürstet und warum, zeigt sich der Augenblick gerade so, wie er es tut?

Welche Form von Sicherheit suchen wir gerade jetzt oder grundsätzlich immer? Mit was wollen wir uns tatsächlich stillen, worin wollen wir unser Glück finden und viele solcher Fragen, die immer auf den unsichtbar wirkenden Hintergrund der momentanen Wechselbeziehung zwischen ICH und NICHTICH gerichtet sind, um das Vergessene wieder in unser bewusstes SEIN zu holen.

Saturnia hat sich im CLAVIskopal 10. Haus, dem Haus des vergessenen Motivs unseres Gegenübers niedergelassen. Saturnia steht damit oppositionell zu unseren merkurianisch formulierten Wünschen, unsere unbewusst idealisierende Sehnsucht des wieder Ganz-werden-Wollens.

Der Mangel fühlende Mond sucht in der Folge durch sein merkurisch konkret formuliertes Wunschbild, das avisierbare Ziel der Träume, das Idealbild unserer Überlebensstrategie, den manifestierten Jupiter in der Welt des NICHTICHs, der als unser ausgleichendes Gegenüber unseren geteilten Weg kreuzen muss, ob wir bewusst wollen oder nicht und dies unabhängig davon ob Jupiter nun als „Guter” oder „Böser” Erfüllungsgehilfe in unserem EGOPlan auftauchen wird.

Dabei haben wir kaum eine Ahnung davon, was wir uns durch dieses symbolische Einverleiben, das zielorientierte, um jeden Preis HABEN-Wollen dieses Jupiters tatsächlich versprechen, bleiben aber, wenn uns die Welt unseres NICHTICHs nicht das „Rüber-Wachsen“ liess, welches wir uns doch so sehr gewünscht haben, wie vom Blitz getroffene am Boden unserer eigenen Sinnlosigkeit liegen und das Jammern darf seinen ungezügelten Lauf nehmen.

Was soll uns dieser Jupiter eigentlich bringen?

Saturnia könnte es uns sagen, wenn wir den hinter die Fassade Jupiters blicken könnten, denn sie steht für das hintergründige, das verdrängte Motiv Jupiters, welches zu uns heimkehren möchte.

Das Tierkreiszeichenprinzip, welches innerhalb meiner CLAVIskopalen Sichtweise das 10. Haus mit seiner Anwesenheit beehrt, offenbart uns das jovianische Geheimnis unseres gegenüberliegenden Jupiters. Dieser saturnialen Botschaft wollen wir durch den wechselwirkenden Bezug mit Jupiter konkret in unserem Leben begegnen, sodass diese heilende Energie, wenn auch nur „beziehend“ ausgelehnt und in aller Regel auch nur zeitlich begrenzt, wieder ein Teil von uns werden kann. Dabei hoffen wir unbewusst, die in uns nagende Angst vor diesem saturnialen Prinzip endlich verlieren zu dürfen.

SATURNIA

Das verborgene Motiv hinter dem jovianisch Sichtbaren

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