Im ersten Schöpfungstag wurden die beiden elementaren SEINsformen erschaffen – das NICHTS (Himmel) und das ETWAS (Erde), die innerhalb meiner Sichtweise als Schwarz und Weiss definiert werden. Der wohl markanteste Unterschied zwischen Schwarz und Weiss ist wohl darin zu finden, dass das Schwarz die Tendenz hat das Vorhandene vollkommen in sich aufzunehmen – gleich den scheinbar Materie feindlich gesinnten schwarzen Löchern.

Damit löst die Natur des schwarzen Lichts das Bestehende auf, sodass besagtes ETWAS in seiner strukturellen Komposition für unser formbezogenes Bewusstsein nicht mehr zu erkennen, nicht mehr wahrnehmbar ist, was im Prinzip unserem Tode nicht unähnlich ist - darum haben wir Menschen in Tat und Wahrheit so eine grosse Angst vor dem weiblichen Prinzip und damit vor der schattenhaften Göttin der jenseitigen Dunkelheit Lilith.

Im Gegensatz zum weissen Licht Adams, welches die formvollendete Struktur der Dreidimensionalität durch seine offensichtliche Bewegung scheinbar erst hervorbringt und ihn damit gottgleich werden lässt, ist dieses „unsichtbar machende“ schwarze Licht Liliths das Tod bringende Oppositionssymbol der geborenen adamischen Lebendigkeit und wird unbewusst vom Leben als Sinnbild des Teufels und des AntiChristen betrachtet.

„Nur“ durch das adamisch einteilende weisse Licht kann sich die geborene, quasi erschaffene Form, das sich vom Schwarz abgrenzende ETWAS nun im Angesicht seines Selbst erkennen.

Wenn sich also das ETWAS seiner Selbst bewusst werden will, muss ihm dieses in sich ruhende SelbstBewusstsein nach seiner Geburt gänzlich fehlen. Demzufolge wird die Materie in meiner CLAVIpolaren Philosophie auch als sinnloser AntiGeist bezeichnet, der sich durch das Merkmal der Teilung vom Ganzen eine individuelle Erhellung seines Selbst erhofft, um sich so des verlorenen Sinns wieder bewusst werden zu können, was aber zeit unseres Lebens tendenziell ein adamischer Trugschluss bleiben wird, da der Mensch an der patriarchal-männlichen Vormachtstellung seines lichtvollen SEINs nichts ändern will bzw. evaisch-lunarisch ritualisierend gnadenlos daran fest hält.

In der jüdischen Mythologie wurde Lilith als die erste Frau Adams erwähnt, was in dieser Phase der CLAVIpolaren Erinnerung mehr als nur zutreffend ist. Leider hat sie ihren berechtigten Anspruch auf duale Gleichwertigkeit vor Adam und Gott (beides „Männer“) geltend gemacht und eingefordert, was ihr den unrühmlichen Rausschmiss aus dem patriarchal orientierten Paradies eingebracht hat.

Daher wird Lilith nun auch als Kindermordende schwarzlichtige Gestalt einer unheilbringenden Teufelin in die Unterwelt verbannt, um dort ihr grenzübergreifendes Unwesen (das ausgleichende Schicksal) treiben zu können.

Lilith symbolisiert in meiner Sichtweise die vergessene Göttin des schwarzen Lichts, die in der ersten Textzeile der GENESIS noch im Geiste der Gleichwertigkeit gleichzeitig an der Seite von Adam sein durfte bzw. noch besser ausgedrückt, durch ihre selbstlose Art, im Sinne von unbedürftig, da wunschlos-willenlos konnte sie das Wesen, die Natur Adams in sich aufnehmen, sodass Adam nur durch die vorherige Existenz Liliths überhaupt geboren werden konnte – eigentlich ist Lilith die Erstgeborene.

Lilith ist somit die matriarchal-schwarzlichtige Urmutter des weissen Lichts Adams – eine Sichtweise, die den selbst ernannten Gott der Materie vor riesige Probleme stellen dürfte, denn sie sägt an seinem adamisch selbstgerechten und selbstgefälligen patriarchal-königlichen Thron.

SCHLUSSFOLGERUNG

Lilith ist die allgegenwärtige Symbolgestalt für die Welt des Formlosen, des Schwarzlichtigen, dem Jenseitigen – in letzter Konsequenz ist sie das Sammelbecken all dessen was unser ICH mit NICHTICH bezeichnen muss, von dem auch die grösste Gefahr für unser EGO auszugehen scheint. Lilith ist das uns zu Teil werdende, uns heilen wollende Schicksal.

LILITH

HIMMEL…

Lilith – die Mutter des NICHTS - Basis des weiblich schwarzen Lichts

DIE MATRIARCHALE PHILOSOPHIE DER SCHWARZLICHTIGEN LILITH

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