Adam/Frau - die Heimat unseres NICHTICHs

Getreu der hermetischen Philosophie – „Alles, was oben ist, ist auch unten und alles, was innen ist, ist auch aussen“, befindet sich auch das EGOSpiel des Menschen gleichermassen in diesem formvollendeten Wechselspiel der dualen Kräfte.

Auf der einen Seite der adamischen Medaille ist das auf Aktivität bedachte männliche Prinzip (Mann) angesiedelt, welches eine „fassbare“ Erinnerung an den dual positionierten und noch ungeteilten Adam zum Ausdruck bringen muss, während dem im Lichte stehenden Manne die ihm gleichwertig gegenübergestellte Frau, die „unfassbare“ Erinnerung an die schwarzlichtige Lilith, einen Platz zum SEIN gefunden hat.

Dabei ist es von enormer Wichtigkeit zu verstehen, dass ICH (Mann) und NICHTICH (Frau) immer gleichzeitig auf der Bühne des bedürftigen Lebens des Menschen in Erscheinung treten müssen, alles andere wäre kaum im Sinne einer schöpferischen Harmonie.

Daher wurde am sechsten Tag der Mensch als Abbild der Schöpfung, als Erinnerung an das formvollendete SEIN (ETWAS, Erde, Licht, Mann, 1) und NICHTSEIN (NICHTS, Himmel, Dunkelheit, Frau, 0) erschaffen, denn nur wenn es dem Menschen gleich dem ursächlichen ALL-EIN-SEIN geht, kann er die Frage „Wer bin ich eigentlich?“ als die Seinige annehmen und versuchen eine Antwort zu finden.

Damit muss die Strukturkomposition der unbedürftigen Dualität, die Basis, die Heimat der adamisch bedürftigen Polarität sein - mit anderen Worten ausgedrückt: „Die Gleichzeitigkeit des dualen „Sowohl als auch“ kann nur im bedürftigen Zeitenfluss des polar geteilten „Entweder oder“ wahrgenommen werden, denn an dieser mangelte es ihm.“

Da sich aber das in seinem Kern nicht fassbare NICHTSEIN, also das weiblich ruhende Prinzip der unbeweglichen Passivität des „HIERseins“ unserem lichtabhängigen Bewusstsein „um jeden Preis DAsein-zu-Müssen“ völlig entzieht, hat der Mensch auf der einen Seite eine Heidenangst vor dem Tod, also dem NICHTS und auf der anderen Seite versucht er dennoch dieses NICHTS zeit seines Lebens in eine Form zu pressen, um es für sein geteiltes ScheinBewusstsein doch noch irgendwie fassbar machen zu können, um die Fratze des Bösen frühzeitig im Lichte seines Angesichts erkennen zu können.

Dieses diffuse NICHTSEIN ist zugleich auch die Heimat der sog. „feinstofflichen Welt“, mit samt ihren „aufgestiegenen“ Engeln, der „schattenhaften“ Geister, der „putzigen“ Elfen und Trolle und nicht zu vergessen der Verstorbenen, die alle die Gemeinsamkeit des Formlosen ihr eigen nennen dürfen.

Leider „Gottes“ ist der Mensch zeit seines Lebens unbewusst jedoch scheinbar gezwungen, die Schöpfung auf das Niveau eines adamisch Bedürftigen hinunterbrechen zu müssen, was einer „patriarchalen Vergewaltigung“ der matriarchalen Schöpfung gleichkommt.

Dieses idealisierende, auf den beiden Eckpfeilern von „Gut“ und „Böse“ aufgebaute, scheinbar legitimierte Herunterbrechen der Schöpfung auf das Niveau unseres einteilenden Mensch-Seins, dieses konsequente die Schöpfung uns gleich machen wollen, erachte ich Wahrheit als der in der GENESIS zum Ausdruck gebrachte Sündenfall.

Ohne es zu merken, ohne es zu wissen vergeht sich der nach dem Sinn des Lebens, dem heiligen Gral suchende Mensch an der immer währenden Harmonie der Schöpfung, die in jeder Sekunde unseres DAseins im Hintergrund wirkt, uns bedingungslos trägt und vorbehaltlos liebt.

Die am sechsten Tag erschaffene FRAU ist das unwirklich scheinende Sammelbecken des angeblich weiblich Bösen, in der alle Formen von SEIN eine duale Zuflucht der Gleichzeitigkeit (Lilith) erhalten, die nicht in die Abgrenzung unserer idealisierten und ritualisierten „ICH“-sagenden EGOSelbstWahrnehmung passen - hier findet der patriarchal negierte Schatten unseres ICHs einen geruhsamen Platz zum SEIN.

FRAU

AM 6. TAG SCHUF GOTT

Frau erschuf er ihn

DIE MATRIARCHALE PHILOSOPHIE DER SCHWARZLICHTIGEN LILITH

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